Blogbeiträge zum Themenkreis: 

Dekolonisation als Aspekt einer Ganzheitlichen Weltsicht

"Die Wiederherstellung einer natürlichen Erdung von uns Menschen"

Ausführungen zum 4. Leitsatz der Ganzheitlichen Weltsicht:
Seit der tieferen Beschäftigung mit verschiedenen, dekolonisierenten, Indigenen Kulturen der letzten Jahre und einer ganzheitlichen Betrachtung der Menschheitsgeschichte seit ihrer Entstehung in den vergangenen Monaten, gibt es diese schmerzhafte, aber auch erklärende Erkenntnis im Ganzheitlichen Institut, dass sich die Abtrennung der westlichen Kulturen von der Natur , die zum grössten Teil in der Antike mit der Begründung der ersten sog. Zivilisationen in Europa (Griechenland, Römisches Reich) vor ca. 5000 Jahren - mit samt all ihren nützlichen und erfreulichen Aspekten - vollzogen hat, sich heute als eine der verhängnisvollsten und folgenschwersten Entwicklungen im Anthropozän erweist.

"Was verstehen wir unter Gleichwertigkeit in einer Ganzheitlichen Weltsicht ?"

Die grundsätzliche, natürliche und gelebte Überzeugung, dass Menschen und sog. "Anders-als-Menschen" als eine Einheit innerhalb der Natur und des Mutter-Planeten Erde gleichwertig sind, entstammt Indigenen Nationen und Gesellschaften - seit Beginn der Menschheitsgeschichte als Jäger&Sammler lebend - rund um den Globus bis zum heutigen Tag. 
Für die allerlängste Zeit der Menschheitsgeschichte lebten Menschen unter sich und als Teil der Natur ("Anders-als-Menschen") als gleichwertige, egalitäre PartnerInnen in einem alles umfassenden, verwandtschaftlichen Weltbild - in das wir uns heute zeitgemäss wieder zu dekolonieren, zu befreien haben.

"Hat unsere Welt hat den gesunden Menschenverstand verloren ?" 

Die landläufig häufigste Form des gesunden Menschenverstandes in Europa und Nordamerika ist diejenige, in der Menschen in kulturellen und ethnischen, von westlichen Gesellschaften geschaffenen Konventionen oder Übereinkünften geprägt aufwachsen, erzogen und eingeschult werden; sie betrifft zur Hauptsache Menschen in der ersten Lebenshälfte oder solche, die in ihrer Entwicklung dort sozusagen „hängengeblieben“ sind. Diese Form des gesunden Menschenverstandes müssen wir als labil, unreif und ungesund bezeichnen, weil sie oft und nach neusten neurowissenschaftlichen Erkenntnissen auch wirtschaftlich, politisch und ideologisch beeinflusst und/oder verzerrt wird und eine damit verknüpfte „Vernunft“ oft so beeinflusst wird, dass Menschengruppen manipuliert werden – Beispiel: Konsumindustrie oder populistisch-politische Radikalisierung. 

In dieser Art von Vernunft erleben wir eine Form einer links-Hirn-dominanten, vereinnahmten, ungesunden Kolonisation unserer Lebensweise.


"Unsere Sprache dekolonisieren"

Das geschriebene oder gesprochene Wort zwischen ursprünglicher Wahrheit und absichtlicher Täuschung

In diesem Beitrag werden diese konstrastierenden, gegensätzlichen Formen der Sprache als Beispiel einer umfangreichen, bewussten Auseinandersetzung mit dem Vergleich einer "ursprünglich-Indigenen Weltsicht" - wo "das Wort als heilig und wahr" galt/gilt - und einer "dominanten, westlichen Weltsicht" - wo "Worte als Mittel der Täuschung von sich selbst und anderen" verwendet werden - gegenübergestellt. Es geht um die Dekolonisierung unserer Sprache !

"Wie intelligent ist KI wirklich ... ?"

... im Vergleich zum Potenzial des Menschen ?

Heute ist künstliche Intelligenz in unserer Gesellschaft in aller Munde und wird uns als einer der technologisch-fortschrittlichsten Tools für die Lösung der Problemstellungen in unserer Welt angepriesen ... jedoch damit verbunden ist die reele Gefahr einer Form der Kolonisierung, einseitige Ausrichtung und Einschränkung unserer menschlichen Intelligenz, wie sie für das Zeitalter des Anthropozän üblich ist.

Wenn wir jedoch die KI von einer ganzheitlichen Perspektive aus betrachten, dann hilft uns das, diesen technokratischen Ansatz in einen sehr viel vielseitigeren, kreativeren und vielschichtigeren Kontext zu bringen und damit ihre Beschränktheit zu erkennen und einzuordnen. 

"Ver-rückte Hirnhälften - die Dekolonisierung unseres Hirns "

Wenn wir in unsere Welt von heute blicken, hören und fühlen, dann wir bald klar, dass wir uns vor allem in den letzten paar Jahrhunderten - dem sog. Anthropozän - in ein gut wahrnehmbares, problematisches und beängstigendes Ungleichwicht begeben haben. Der britischen Psychiaters und Neurowissenschaftlers Ian McGilChrist drückt es - sinngemäss aus der englischen Originalliteratur übersetzt - so aus:


„In der Psyche von westlichen Menschen erleben wir die Abbildung einer zunehmend mechanistischen, zersplitterten, zusammenhangslosen Welt, gekennzeichnet mit unberechtigtem Optimismus und gemischt mit Paranoia und Gefühlen von Leerheit – als Ausdruck einer weit verbreiteten, kollektiven, unausgeglichenen, fehlerhaften Funktionsweise der linken Hirnhälfte.“ 


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Ganzheitliche Sicht von Reifung und Ernte

Zu einer Ganzheitlichen Weltsicht gehört auch, dass wir mit einer Ausweitung des Begriffs der Dekolonierung uns Menschen wieder als integrierter Teil der Erde und Natur als Ganzheit verstehen. Dazu gehören Fragen wie: wie wurden wir als Individuen oder als Gesellschaft durch ein einseitig-westliches Weltbilder geprägt bzw. kolonisiert ? 


Wir werden uns im Blogbeitrag grundsätzlich über die innere und äussere Ebene einer heutigen Dekolonisierung unterhalten - hier mit Schwergewicht auf die Weltanschauung von ehemaligen, kolonisatorisch-aktiven (wie z.B. auch die Schweiz) oder heute neo-kolonialistisch-aktiven Nationen. Dabei werden wir feststellen, dass wesentliche Werte von westlichen Kulturen, die sich nun im Anthropozän auswirken und unsere Welt bedrohen, mit einer verzerrten, einseitigen, kollektiven Sicht - und Kolonisation unseres Geistes - auf das Leben auf dieser Erde zu tun haben; wir wollen am Beispiel der Begriffe Reife und Ernte versuchen diese aus dieser "Schmalspur-Sicht" zu lösen und sie wieder breit und ganzheitlich zu betrachten. Dabei wird uns bewusst werden, dass eine Indigene Weltsicht seit je und jeh ganzheitlich und nachhaltig war ...

„Wer ist Amerikaner*in ? Was ist eigentlich amerikanisch ?“

Ich stelle fest, dass diese Bezeichnungen schon lange Zeit weltweit immer wieder unpräzise, irreführend und post- bzw. neokolonialistisch verwendet werden - von vielen US-Amerikaner*innen wie auch in den Medien wahrscheinlich gewohnheitsmässig und unbewusst, aber nicht von allen … und deshalb dekolonisiert werden müssen. 

Der Begriff „Amerikaner*in“ benennt aus einer dekolonisierten Sichtweise primär und ausschliesslich den Menschen, der auf dem Doppelkontinent Amerika oder heute auch oft - auf „den Amerikas“ - heimisch oder geboren ist.