Die Donut-Ökonomie
Schweizerisch: Das "Willisauer-Ringli Wirtschaftssystem"
„Gedeihen statt Wachstum„
Die Ökonomin Kate Raworth bietet mit ihrem Ansatz der Donut-Ökonomie (engl.: Doughnut Economics), als grüner Ring dargestellt, ein neues und zukunftsfähiges Wirtschaftsmodell an, welches der Menschheit ermöglicht, zu gedeihen und „ein florierendes Gleichgewicht herzustellen“. So lassen sich die Herausforderungen der aktuellen Zeit meistern: Klimawandel, soziale Ungleichheit, eine stark wachsende Weltbevölkerung mit der verbundenen Nahrungsmittelverteilung und viele Probleme mehr.
Bild von Wikimedia Commons
Kernaussagen
Die Donut-Ökonomie nimmt das Konzept der planetaren und sozialen Grenzen als Ausgangspunkt. Sollen negative Folgen wie Klimawandel und der Verlust der Artenvielfalt vermieden werden, dürfen die planetaren Grenzen nicht überschritten werden. Die sozialen Grenzen wiederum dürfen gleichzeitig nicht unterschritten werden. Allen Menschen sollte z. B. ein ausreichender Zugang zum Gesundheitssystem oder zu Bildung ermöglicht werden. Der in Form eines Donuts visualisierte Handlungsspielraum für wirtschaftliches Handeln ergibt sich durch diese Grenzen. Ziel ist es, dass die gesamte Menschheit gewissermaßen „innerhalb des Donuts“ leben kann, damit Klimakrise und soziale Deprivation verhindert werden. In der Donut-Ökonomie löst dieser Vorsatz die bisher in herkömmlichen Volkswirtschaften etablierte Zielvorgabe eines kontinuierlichen Wachstums des Bruttoinlandsproduktes ab.
Praktische Umsetzung - Beispiel: Amsterdam
Als erster Wirtschaftsraum hat die Stadt Amsterdam zusammen mit Raworth ein Konzept für den Umbau der Stadt- und Wirtschaftsentwicklung gemäß den Prinzipien der Donut-Ökonomie entwickelt. Ziele des Vorhabens, das im April 2020 gestartet wurde, sind der schonende, auf Nachhaltigkeit angelegte Umgang mit Ressourcen bei gleichzeitiger Sicherung der Grundbedürfnisse der Menschen. Die Stadt verspricht: Um Umwelt und Klima zu schonen, soll die Energiegewinnung auf Solarstrom und Windkraft umgestellt und der CO2-Ausstoß entscheidend gesenkt werden. Möglichst sollen nur noch recycelte Rohstoffe zum Einsatz kommen, und zwar ab 2030 zu 50 und ab 2050 sogar zu 100 Prozent. In der Bevölkerung scheint Optimismus vorzuherrschen, dass die Einführung der Kreislaufwirtschaft gelingen kann. Jedenfalls sind dort bereits eine Reihe von Initiativen zu dem Vorhaben gestartet: Zum Beispiel treibt ein Chemiker ein Verfahren zur Wiederverwertung von Zement voran, eine Wohnungseigentümergemeinschaft baut klimaneutrale Häuser auf dem Wasser und eine Wissenschaftlerin probt den platzsparenden Nahrungsmittelanbau mitten in der Stadt.
Quelle Texte: Wikipedia

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Swiss Donut Economics Network
Das Swiss Donut Economics Network bringt den Donut in die Schweiz - und die Schweiz in den Donut. Wir verankern das Konzept der Donut-Ökonomie als Kompass für die Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Schweiz.
Während die Schweiz als reiches Land gilt, bietet sie längst nicht allen Bewohner:innen ein gutes Leben und unser Wohlstand geht zulasten von Menschen und Ökosystemen auf der ganzen Welt.
«Mehr als zwei Erden wären erforderlich, wenn alle wie die Schweizer Bevölkerung leben würden (…) Unser Konsum ist nur dank des Imports von natürlichen Ressourcen und der Übernutzung der globalen Güter (…) möglich. Wir leben somit auf Kosten künftiger Generationen und anderer Erdteile.»