Hochsensibilität

speziell: High Sensation Seeker


Seit den 90iger Jahren des letzten Jahrhundert gibt es zunehmende und heute auch dank der Arbeit von Dr. Elain Aron wissenschaftlich klar belegte Hinweise, dass 15 - 20 % von uns Menschen - also 1/5 der Menschheit - hochsensibel sind; sie werden üblicherweise als hochsensible Personen (HSP) bezeichnet. Es sind ungefähr gleich

viel Männer wie Frauen, die dieses spezielle Merkmal haben. Leider ist diese Tatsache heute trotzdem in der Schweiz und auch in Fachkreisen immer noch 
so gut wie unbekannt.
 
Hochsensible oder Hochsensitive haben ein, ein bisschen anders funktionierendes, sensibleres Nervensystem als der grosse Teil der sog. normal sensiblen Menschen, d.h. sie nehmen viel mehr Sinneseindrücke, Stimmungen und Feinheiten wahr, haben eine reiche Vorstellungskraft und ihr Hirn verarbeitet all dies länger und tiefer. Die Sensibilität kann je nach HSP - Individuum ganz unterschiedlich ausgeprägt sein: Sinneswahrnehmungen, Emotionen, Empathie, Hellfühligkeit etc.; es gibt also nicht die „Norm-HSP“. Dies alles führt aber auch dazu, dass HSP darum ganz natürlich schnell überstimuliert werden können, wenn Dinge um sie herum zu intensiv, komplex, chaotisch oder neu sind.

 

Die heutigen Erkenntnisse zeigen, dass es sich um ein angeborenes Merkmal handelt, dass ähnlich wie das Geschlecht oder die Haarfarbe völlig normal und physiologisch ist; es kann aber z.B. durch traumatische Erlebnisse überlagert werden und in dieser Kombination auch krankhafte Formen annehmen. Interessanterweise gibt es abgesehen von den Menschen weitere 1000 Spezies von Tieren -  Fruchtfliegen, Vögel, Fische, Hunde, Katzen etc. - bei denen ebenso 20 % hochsensibel sind. Hochsensibilität kann als eine Art von Überlebensstrategie angesehen werden, wonach diese Individuen oder Tiere ihre Umgebung sehr genau, fein und tiefgründig mit all ihren Sinnen beobachten. Dies wirkt sich auf das Überleben der ganzen Population bzw. Gesellschaft wertvoll aus.

 

Hochsensible gibt es also schon seit eh und je, sie wurden jedoch bisher nicht als solche anerkannt, als krank und neurotisch angeschaut oder gar den Versuch unternommen sie umzuerziehen. Viele HSP sind eher scheu und zurückhaltend - dies ist gerade auch für hochsensible Männer (HSM) oft ganz speziell problematisch - aber 30 % sind auch extrovertiert (siehe unten "High Sensation Seeker"). HSP leiden in unserer Gesellschaft oft unter einem tiefen Selbstwertgefühl, weil die meisten von ihnen ihre speziellen Merkmale bzw. Fähigkeiten selbst nicht kennen, v.a. als Kind nicht gefördert und auch von ihrem Umfeld als merkwürdig eingestuft werden.

 

Hochsensible sind oft Künstler, Musiker, Pioniere, Aussteiger, Vordenker, Erfinder, Pfleger oder Therapeuten und werden in unserer Gesellschaft heute noch zu wenig für ihre spezielle Eigenart wertgeschätzt und gefördert; dies gerade heute, wo wir in einer Zeit leben, wo diese noch umso dringender gebraucht würde, um für eine zunehmend komplexere Welt gute, sensible und tiefgründige Antworten auf drängenden Fragen zu finden.

Wie Sie auch meinen persönlichen Hintergründen  entnehmen können, bin auch hochsensibel, setze mich damit schon viele Jahre auseinander und berate Sie gerne im Umgang damit - speziell auch Männer !

Mit dem Fragebogen können Sie herausfinden, ob sie auch hochsensibel sind: 

High Sensation Seeker

Nun gibt es zusätzlich noch die Erkenntnis, dass von den hochsensiblen Männern, Frauen, Jugendlichen und Kindern ca. 30% sog. "High Sensation Seeker"* (HSS) sind - also: extrovertierte Menschen, die starke Erlebnisse und Abenteuer suchen. Menschen, die neben dem Charaktermerkmal der Hochsensibilität auch noch dasjenige des "Abenteuer-Suchenden" haben, sind nun zusätzlich noch herausgefordert zwischen diesen Extremen zu leben. Sie sind eine spezielle Kategorie von HSP, die eine eigene Form der Unterstützung brauchen, damit sie in dieser Welt gut leben können. Ich gehöre  auch zu der Gruppe der HSP/HSS.

   

In meinen Beratungen und Coachings arbeite ich gerne mit beiden Arten von Menschen - HSP, HSP/HSS.