Erfahrung einer Ganzheitlichen Weltsicht 


Indigen - ökologisch - wissenschaftlich - ganzheitsmedizinisch - sozial - beziehungsmässig - spirituell

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In uns ein Bild einer Ganzheitlichen Weltsicht entstehen lassen

Sie besteht aus einer eigenständigen Zusammenführung von Indigenen, ursprünglichen, traditionellen und modernen, ganzheitsmedizinischen und ganzheitlichen Weltbildern und Grundwerten von religiös-spirituellen Weisheitstraditionen. Die zugehörigen Quellen werden am Ende des Satzes in Klammern erwähnt.

Leitsätze einer Ganzheitlichen Weltsicht gemäss dem Ganzheitlichen Institut Schweiz: 

  1. Innerhalb der relativen Welt, in der wir leben, werden alle Anteile als egalitär oder gleichwertig angesehen (Planet Erde, Natur, Flüsse, Berge, Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen, Menschen etc.) - je länger eine Entität bereits existiert, je wichtiger ist diese und wird entsprechend als LehrerIn der Menschheit geachtet und angenommen (1/3). 
  2. Das grösste Ziel der Menschen auf der relativen Welt ist es relative, gelebte Weisheit zu entwickeln, auszudrücken und praktisch zum Nutzen von allen und allen Anteilen und des Planeten Erde - in Sinne eines "Globalen Blühens" (Global Florishing) - umzusetzen (1/7).
  3. Die spirituelle oder Absolute oder Göttliche Ebene oder Welt ist anerkannt, in alle menschlichen Kulturen in unterschiedlicher Form integriert und dadurch charakterisiert, dass auf ihr alle Polaritäten der relativen Welt in eine letztendliche Einheit (Oneness) in Absoluter Weisheit aufgehen - allen Menschen seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte ist es unter entsprechenden Voraussetzungen und Umständen möglich, diese Einheit, angeleitet von erwachten Elders oder Alten&Weisen, zu erleben (1/7).
  4. Ganz bewusste Wiederherstellung einer tiefen gegenseitigen, lebendigen und verwandtschaftlichen Verbundenheit und Achtung von uns Menschen gegenüber der Natur und allen Teilen des Planeten Erde (1/2/3).
  5. Eine wichtige Ergänzung eines ganzheitlich-neuzeitlichen Verständnisses von gesunden Ökosystemen (Pflanzen, Tiere, Menschen für sich und als Teile von grösseren Systemen bis hin zum Planeten Erde) liegt in den lebendigen und dynamischen Wechselwirkungen mit ihren, in ihnen lebenden und sie umgebenden, Mikrobiota (in Symbiose lebenden Mikroorganismen), die ebenfalls als spezifische Teile jeder für Indigene Menschen wichtigen Biocommunity (Regionale Einheit aller Anteile der Natur samt Mensch) verstanden werden (7/8/9).
  6. Um eine Ganzheitliche Weltsicht leben zu können, benötigen wir als Menschen eine Ausgeglichenheit und Interaktivität der Hirnhälften - in dem wir die Aktivität der linken Hemisphäre (dominant im Westen), u.a. detailorientiert, mechanisch und dem Eigeninteresse zugewandt, reduzieren und die rechten Hirnhälfte, die u.a. das grosse Ganze erkennt, flexibel und grosszügig ist, fördern (8). 
  7. Da die Menschheit ursprünglich ganz aus Afrika stammt, eine gemeinsame, Indigene Vorgeschichte als Jäger&Sammler hat und von da aus in die ganze Welt ausgewandert ist, ist unsere Verwandtschaftlichkeit stark, grundlegend und ursprünglich und Unterteilungen in Rassen, Nationalitäten oder in Indigene und Nicht-Indigene Menschen nur von sekundärer Bedeutung (1/2/3/8/10).
  8. Das Leben eines Menschen auf der relativen, weltlichen Ebene wird gleichermassen und bewusst als Entwicklung in einer ersten Lebenshälfte - bis ca. 40 (Kindheit bis Erwachsenenleben) - und einer zweiten Lebenshälfte (Elderhood bis zum Tod) geachtet und wertgeschätzt - in welchen bei Beiden die dafür spezifischen Inhalte und Entwicklungen in Initiationsschritten zu erfüllen sind (5/8).
  9. Die Elderhood - durch einige Alte&Weise beider Geschlechter und fluider Geschlechtsidentitäten in der zweiten Lebenshälfte durch persönliches Training und einem dementsprechenden Potentiental ermöglicht - als „Leadership durch Weisheit“ hat eine aussergewöhnliche, kulturelle Bedeutung, wird ganz speziell geehrt und als entscheidender Pfeiler der menschliche Gesellschaft wertgeschätzt (5/8).
  10. Die Vorgaben einer Ganzheitlichen Weltsicht sind offen für Indigene, traditionelle Kulturen wie auch ganzheitliche, moderne Aspekte der ganzen Welt; keine spezifische Kultur - als "kulturelle Biotop-Sicht" - kann alle anderen repräsentieren (Amerikas, Asien, Africa, Ozeanien, Europa); da unser Biotop der Planet Erde ist, habe alle Vorgaben die Qualität von altruistischem, globalem Blühen (Global Florishing) (1/5/7/8).
  11. Da Vernunft und gesunder Menschenverstand im Zeitalter einer dominanten, westlichen Weltsicht im Anthropozän ihre ursprüngliche Bedeutung und Umsetzung verloren hat, ist es notwendig diese Kraft einer Ganzheitlichen Weltsicht, der Wahrheit und Weisheit von verwirklichten Alten&Weisen und einer tiefgründigen, erlebten Spiritualität wiederherzustellen und wieder darin zu verankern (1/5/7/8 ).
  12. Einer Ganzheitlichen Weltsicht verlangt eine vollständiger Abwesenheit von jeder Form der Kolonialismus, Post-Kolonialismus und neo-kolonialen Verhaltensweisen - wie Rassismus, Sexismus, Imperialismus etc. - und die Loslösung vom zerstörerischen Gedankengut einer dominanten, westlichen Weltsicht im Anthropozän (1/2/3/8/10).
  13. Die Absicht in der Kommunikation zwischen Menschen - als darüber denkend, als gesprochene Sprache oder als geschriebener Text - ist wahrhaftig, offen, ehrlich, humorvoll und echt (Indigen "heilig"/"Sincere Speech") und lässt keine manipulativen und verfälschten Qualitäten zu (1/6).
  14. Die Grundpolarität auf der relativen Welt wird in vielen ganzheitlichen und spirituellen Traditionen auf der Welt - als die Navajo (Hozhò) Legende "Mutter Erde und Vater Himmel", mit den Ritualgegenständen des tibetischen Vajrayana-Buddhismus "Vajra & Glocke" und dem taoistischen "Yin & Yang" - als Symbol eines lebendigen Gleichgewichtes zwischen weiblichen und männlichen Qualitäten beschrieben (4/7/9/10).
  15. Gemäss Untersuchungen und Reflektionen im Ganzheitlichen Institut Schweiz ist es unabdingbar und sinnvoll die kontroverse, eurozentrische und unlösbare Diskussion um die Begriffe „Patriarchat“ und „Matriarchat“, welche im Institut als „Patriarchats-Narrativ“ bezeichnet werden - durch den einseitigen, kollektiven, auch feministischen Glaubenssatz „die Männer sind minderwertig und immer die Täter und die Frauen sind die Guten und immer die Opfer“ repräsentiert - zu verlassen und zu überwinden; beide Begriffe sind einseitige Konstrukte, Resultate und Ausdruck einer fortgeschrittenen, degenerativen Entwicklung in westlichen Zivilisationen und Teil eines totalitären, weitreichend destruktiven Anthropozän (10). 
  16. Im Gegensatz dazu definiert eine Ganzheitliche Weltsicht eine gesunde und zeitgemässe, beziehungsmässige Co-Existenz der menschlichen Geschlechter und Geschlechts-Identitäten als vollständig egalitär - befreit von jeder Form von  gegenseitigem, subtilem oder offensichtlichem Sexismus gegenüber Männern und Frauen - als respektvoll gelebt, auf Augenhöhe und als "Einheit in Verschiedenheit" verstanden (9/10).
  17. Alle Arten von individueller oder kollektiver Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen, ethnischen Gruppen, Rassen und Geschlechter  bzw. Geschlechtsidentitäten - Männer, Frauen, Jugendlichen, Kindern und Senioren - und zwischen Menschen und "anders-als-Menschen" - Pflanzen, Bäume, Berge, Flüsse, Tiere, Bodenschätze etc. - sind nicht akzeptabel; hingegen der Schutz seines eigenen Lebens, dasjenige von Familien- oder Gemeinschaftsangehörigen ist zugelassen, wenn notwendig (1/3/7/8/9/10).
  18. Beide Haupt-Geschlechter - Frauen und Männer - werden sorgfältig und schrittweise durch meist Elders ihres eigenen Geschlechtes in ihre Rollen in der Gesellschaft, innerhalb des Kontextes einer lokalen kulturellen Biocommunity, dem Planeten Erde und dem Universum initiiert (1/8/10).
  19. Die Basis einer Ganzheitlichen Weltsicht für die Menschheit liegt im Indigenen Lebensstil des sog. „Global Florishing“ (weltumspannendes Blühen), welches treffend im Buch „Indigenous Sustainable Wisdom“ oder in „Kindred Worldview“ (verwandtschaftliche Weltsicht) und „Nestedness“ (das gewachsene Nest) in der Bewegung und den Projekten von Four Arrows / Don Trent Jakobs und Darcia Narvaez beschrieben wird - beide leben und wirken als Halbblut-Indigene in Turtle Island (Nord Amerika und Mexiko) - oder jede andere, gleichwertige, sich gegenseitig ergänzende Indigene Kultur aus den Amerikas (Mittel- und Südamerika), Afrika, Asien, Australien, Ozeanien und Europa (1/2/3/10). 
  20. "Nestedness" (das gewachsene Nest), angewendet auf eine heutige, westliche Gesellschaft, wird innnerhalb der Ganzheitlichen Weltsicht als die einzigartige, liebevolle, geerdete und nährende Qualität der Mutterschaft und die spezifische nährende und beschützende Qualität einer bewusst entfalteten und reflektierten Vaterschaft in Bezug auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen verstanden, welche in lebendigen Gemeinschaften von Menschen leben und von der Weisheit von erwachten Alten&Weisen begleitet werden (2/8/9/10). 



Notiz:

Bitte beachten Sie - neben den vielen Übereinstimmungen - auch die Abgrenzungen und Unterschiede, die seitens des Institutes in der "Die Menschheit neu sehen" fomulierten "Ganzheitlichen Weltsicht" auf dieser Seite gegenüber dem unter "Reimagining Humanity" dargestellten, "Indigenen Weltbild" gemacht werden. Die vom Institut oben vorgestellten, teilweise unterschiedlichen Vorgaben und Gewichtungen beziehen sich hauptsächlich auf die Themen: Patriarchat-Matriarchat, moderne Geschlechterrollen, Elderhood, Einbezug aller Indigenen Nationen.



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Quellen: 

  1. Buch „Sustainable Indigenous Wisdom“; Darcia Narvaez et al.; ISNB-13: 978-1433163647
  2. Webseite Kindred Worldview - https://kindredmedia.org/topics/worldview/ 
  3. Webseite Worldview Literacy Project - https://worldviewliteracy.org/ 
  4. Navajo Legende "Father Sky and Mother Earth" - https://www.uen.org/americanindian/tribes/Navajo/books/NavajoFaSkyMoEarth-scrolling.pdf 
  5. Buch „From Age-ing to Sage-ing: A Revolutionary Approach to Growing Older“; Schachter-Shalomi, Zalman; Miller, Ronald S.; ISBN 978-0-446-55373-5
  6. Artikel „Courageous, sincere speech“; Mattias Desmet -  https://words.mattiasdesmet.org/p/propaganda-sincere-speech-and-the?utm_source=substack&utm_campaign=post_embed&utm_medium=web 
  7. Buch „Three Steps into Oneness“; Thomas Rüedi; ISNB-13: 978-3347927636
  8. Buch „Elderhood - Neue, faszinierende Perspektiven für das Alt&Weise-Werden"; Thomas Rüedi: ISNB-13: 978-3384305657
  9. Buch „Ganz und Gar Mann Sein - Eine elementare Reise in die E-Mann-zipation - auch für hochsensible Männer“; Thomas Rüedi; ISNB-13: 978-3347010062
  10. Recherchen von Thomas Rüedi im Zusammenhang mit einem neuen Buchprojekt mit dem Thema der Entwicklung der Menschheit, einer spezifisch-westlichen Form der Degeneration und einem versöhnlichen Ausblick auf neue, ganzheitlich-nachhaltigen Entwicklungen.

Poster Download 

Ganzheitliche Weltsicht

Leitbild mit Leitsätzen als max. DIN A1 Poster

Der neue Video Podcast zum Thema:
"The Worlds Urgency of new Worldviews"

There is a spontaneous exchange between two elders in English language, Dr. Bob Weathers 
and Dr. Thomas Rüedi, about the urgency of new worldviews and what it means for them 
to live spiritual elderhood today. 

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